light seminar 2011

Am 22. und 23. Oktober 2011 veranstaltete Hensel nun schon zum 7. Mal das light // seminar im Atlanta Hotel in Leipzig. An beiden Tagen hatten die über 130 Teilnehmer die Wahl zwischen fünf verschiedenen Seminaren, u. a. zu den Themen Pin-up, Portrait und Akt.


"Pin-up Fotografie" und "Fine Nude" mit Manfred Baumann

Der international bekannte Starfotograf Manfred Baumann gab Einblick in seine Arbeit und sein Leben.
Die Kernaussage von Manfred Baumann, dass das Motiv als solches mehr in den Mittelpunkt der fotografischen Arbeit rücken sollte, sorgte für anregenden Gesprächsstoff. Baumann verstand es, den Teilnehmern die  Ideen und Geschichten hinter seinen Werken auf spannende Weise zu vermitteln.

Nachdem die philosophischen Grundlagen gelegt waren, konnte man dem Meister bei einem Pin-up und einem Fine Nude Shoot über die Schulter schauen. Dabei vermittelte er, wie das Motiv die Lichtsituation bestimmt. Die Teilnehmer stellten fest, dass Baumann hartes Licht und Kontraste liebt. Seinen Lieblingslichtformer, den Hensel Akzent Tube, nennt er abgeleitet durch die Form liebevoll „Dönertier“. Er erklärte den Teilnehmern, was ein echtes Pin-up Bild ausmacht und welche gestaltenden Elemente man dazu benötigt.

Baumann ist ein Mann der Details. Wie seine inszenierten Bildwerke voller versteckter Details stecken, achtete er auch beim Aufbau des Aktshoots in der antik wirkenden Smokers Lounge auf jedes Detail. So wurde durch eine Kuscheltier-Kuh, die dem Model als Fußablage diente, ein Element für einen gekonnten Stilbruch. Inspiriert durch diese Impulse konnte man abends an der Bar noch Diskussionen zu Baumanns Themen mitbekommen

 Eindrücke vom "Fine Nude" Seminar:





"Portrait-Fotografie" und "Lichtkonzepte und Stile" mit Uwe Johannsen

Mode- und Werbefotograf Uwe Johannsen schilderte im Seminar „Portrait-Fotografie“, worauf es bei guten Portraits ankommt und welche Unterschiede es beim Einsatz von hartem, weichem und diffusem Licht gibt. Auch Johannsen ist ein Freund von hartem, kontrastreichem Licht. Mehrere Lichtsituationen wurden live am Model erklärt und ausgeleuchtet. Dabei kamen auch diverse Lichtformer zur Hilfe, z. B. Softstar, Parabol-Masterschirm und Metallreflektoren. Grundsätzlich zeigte dieses Seminar, dass es kein "Einheitslicht" gibt, sondern die Beleuchtung jeder Person individuell angepasst werden muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen.


Im zweiten Seminar „Lichtkonzepte und Stile“ ging es um die verschiedenen Lichtformer und welche Wirkung man mit ihnen erzielen kann. Mithilfe von Terabox Deep Space, Beauty Dish, Octaform Lightboxen und vielen weiteren Formern veranschaulichte der Referent seine akribische Herangehensweise ans Motiv und rückte dieses unter anderem mit dem Starspot 3000 ins rechte Licht. Dessen hartes, kontrastreiches Licht eignet sich gut für dramatische Bilder, z.B für den Filmdiven-Look der 40er Jahre. Johannsen ermutigte die Zuschauer auch dazu, mit weichen Lichtformern sehr nah an das Motiv heranzugehen, da sonst der weiche Charakter verlorengeht und eine gegenteilige Wirkung erreicht wird. Die Teilnehmer erhielten Anregungen für ihre eigene Arbeit und lernten auch die eine oder andere neue Beleuchtungsmöglichkeit kennen.


 Eindrücke und Beispiele aus dem "Lichtkonzepte und Stile" Seminar:


In weiteren, kostenfreien Seminaren zeigte Ralf Wenske das freemask-System für einfaches Erstellen von Freistellern, das sowohl in der Produkt- als auch der Portraitfotografie die Arbeitsabläufe erleichtern kann. Weiterhin demonstrierte er 360°-Produktfotografie anhand von Drehtellern, von den technischen Einstellungen bis hin zur Bildmaterialausgabe.

Sven Doelle präsentierte die neuesten Adobe-Anwendungen, darunter auch Photoshop CS 5, Lightroom 3 und InDesign CS 5.5. Mit vielen Praxistipps und der Veranschaulichung des jeweiligen Workflows vermittelte er den Teilnehmern, was heutzutage in der Be- und Verarbeitung von Bildern möglich ist.

Das Seminar "Marketing für Studios" wurde von Hugo Lenvain von der Firma Positiv gehalten, der seinen Zuhörern Möglichkeiten für die perfekte Präsentation ihrer Arbeiten bot und Wege aufzeigte, wie man sich von seinen Mitbewerbern positiv abheben kann.